Vom ersten Biergut Österreichs zum Wild aus eigener Jagd
Wenn Plätze ruhiger werden, Lichter wärmer scheinen und die Natur in Gold erstrahlt, beginnt in den Schlosshotels die Zeit des Genusses. Was draußen reift und wächst, findet drinnen seine Vollendung – als Gericht, das Geschichten erzählt, als Begegnung, die verweilt, als Moment, der den Geschmack einer ganzen Jahreszeit trägt.
Jedes Schlosshotel trägt seine eigene Handschrift – mal unbeschwert und bodenständig, mal raffiniert und preisgekrönt. Doch in allen verbindet sich Tradition mit neuer Kreativität und Regionalität mit feiner Handwerkskunst. Im Schlosswirt zu Anif interpretiert Laura Pichler die österreichische Wirtshausküche neu – unbeschwert, authentisch und doch auf Haubenniveau. Im Stiegl-Gut Wildshut, dem ersten Biergut Österreichs, entstehen aus Boden, Wasser und Zeit unverwechselbare Biere und Gerichte. Der Gasthof Herrnhaus begeistert mit Wild aus eigener Jagd, handgemachten Nudeln und einem Weinkeller voller Raritäten. Der Landgasthof Linde, seit über 500 Jahren Bühne gelebter Gastfreundschaft, bringt dank eigener Landwirtschaft die Fülle des Herbstes direkt vom Feld auf den Teller. Hoch über Bozen begeistert das Parkhotel Holzner mit Sternekochkunst, Bistro und Neuer Traditionsküche sowohl Feinschmecker als auch Familien. Und im Strasserwirt verwandeln sich historische Stuben in einen Ort, wo Haubenküche auf Herzlichkeit trifft und Begegnung Teil des Genusserlebnisses wird.


Schlosswirt zu Anif: Authentische Wirtshauskultur auf Haubenniveau
Am südlichen Stadtrand von Salzburg lädt der 400 Jahre alte Schlosswirt zu Anif zu kulinarischen Momenten voller Authentizität. Das traditionsreiche Restaurant des Hauses verbindet den Charme historischer Gastlichkeit mit kulinarischer Finesse. Küchenchefin Laura Pichler versteht es, traditionelle österreichische Wirtshausküche mit Leichtigkeit neu zu interpretieren – unbeschwert, regional und doch auf Haubenniveau. „Genuss ohne viel Schnick-Schnack, dafür mit einer großen Portion Regionalität und Authentizität“ ist ihr Credo.
Regional verwurzelt, kreativ veredelt
Im Herbst entfaltet sich in den Biedermeier-Stuben des Schlosswirts die Vielfalt der Region: Wild aus der eigenen Jagd im Lungau, zartes Rindfleisch und frisches Gemüse von Bauern aus der Nachbarschaft prägen die Speisekarte. Ergänzt durch kreative vegetarische und vegane Gerichte vereint die Küche ehrliche Wirtshausklassiker, die vertraute Erinnerungen wachrufen, mit feinen Kompositionen, die immer wieder aufs Neue überraschen.


Stiegl-Gut Wildshut: Das erste Biergut Österreichs
Das Stiegl-Gut Wildshut ungefähr eine halbe Autostunde nördlich von Salzburg ist eine wundervolle Kombination aus Brauerei, Brennerei, Restaurant, kulinarischen Köstlichkeiten und einzigartigen Übernachtungsmöglichkeiten – geprägt von der Natur und im Wandel der Jahreszeiten immer wieder neu inspiriert.
Vom Boden ins Glas
Besonders spürbar wird diese Philosophie im Bier: Jeder Schritt liegt in eigener Hand – vom Bio-Urgetreide und eigenem Hopfen bis zum naturreinen Wasser, das seit 12.000 Jahren geschützt tief im Boden ruht. In der einzigartigen Mälzerei und Rösterei wird das Korn zu charaktervollen Wildshuter Bio-Bieren veredelt – und ein Teil des frisch gebrauten Bieres in der Brennerei zu edlen Bio-Bränden. Wildshut ist ein Ort des Ursprünglichen, wo Kreislaufwirtschaft, Artenvielfalt und Bodengesundheit das Fundament bilden.
Das Bio-Restaurant Kråmerladen Wildshut
Im Bio-Restaurant Kråmerladen Wildshut steht das Wesentliche im Mittelpunkt: ausschließlich Bio-Zutaten, vieles vom eigenen Gut, ergänzt durch Produkte von Partnern aus der Nähe. Die Küche folgt den Jahreszeiten, schmeckt unverfälscht und ist seit Beginn Partner von Slow Food Salzburg. Kräuter- und Gemüsegarten bereichern die Gerichte mit frischen Raritäten und alten Sorten – nachhaltig kultiviert und mit viel Handarbeit gepflegt schenken sie ihnen besondere Vielfalt und authentischen Geschmack. Und für alle, die sich nicht auf ein Gericht festlegen möchten, gibt es die Möglichkeit des Teilens: Speisen werden in kleineren Portionen bestellt und gemeinsam verkostet – so wird Essen zum geselligen Schnabulieren und Genießen.
Campus – Wissen, Handwerk & Lernen
Wildshut ist eine Ideenschmiede, ein Kompetenzzentrum, das mit Wissen, Leidenschaft und reinen Zutaten neue Wege geht. In Werkstätten rund um Brotbacken, Bier und Genuss, Kräuterkunde und Achtsamkeit wird Lernen zu Erleben – naturverbunden, gemeinschaftlich und nachhaltig.


Gasthof Herrnhaus: Wild aus eigener Jagd
Im Gasthof Herrnhaus in Brixlegg treffen Geschichte und Genuss aufeinander. In holzgetäfelten Stuben oder auf der schattigen Terrasse unter Kastanienbäumen entfaltet sich eine Küche, die Tradition und Moderne kunstvoll verbindet – ausgezeichnet mit einer Haube von Gault&Millau und 86 Falstaff-Punkten. Chefkoch Lukas Moigg, schon als Kind fasziniert vom Handwerk seines Vaters, führt heute gemeinsam mit seinem Team die kulinarische Linie fort: bodenständig und kreativ, verwurzelt und zugleich offen für Neues.
Wild, Garten & Region
Eine besondere Spezialität im Restaurant Gasthof Herrnhaus ist das Wild aus eigener Jagd. Lukas und Maximilian Moigg sowie Simon Huter sind leidenschaftliche Jäger – ihre Verbundenheit zur Natur spiegelt sich in jedem Gericht wider. Mit ebenso viel Herzblut stellt Simon auch die handgemachten Nudeln des Hauses her. Ergänzt wird die Karte durch Gemüse und Kräuter aus dem Biogarten von Sandra Moigg, der streng ökologisch bewirtschaftet wird. Zutaten von ausgewählten regionalen Partnern vollenden das Bild. So entsteht eine Küche, die im Einklang mit der Natur steht und doch voller Raffinesse steckt.
Von Wein & Keller
Zum kulinarischen Erlebnis im Herrnhaus gehört auch eine sorgfältig kuratierte Weinauswahl. Über 90 edle Tropfen lagern im historischen Keller – von österreichischen Spitzenweinen bis hin zu erlesenen Klassikern aus Italien und Frankreich. Viele hat die Familie Moigg selbst beim Winzer ausgewählt und nach Tirol gebracht. Wer nach dem Besonderen sucht, sollte nach dem geheimen Chianti fragen – ein Genuss, den es nur hier gibt.


Hotel & Landgasthof Linde: Vom Feld auf den Teller
Seit über 500 Jahren steht das Hotel Landgasthof Linde in Stumm für gelebte Gastfreundschaft. Heute führen Hannes Ebster, sein Sohn Georg und ein junges Küchenteam das Haus in eine Zukunft, die Tradition und Kreativität gekonnt miteinander verbindet. Mit altbewährten Tiroler Rezepten, die kreativ weitergedacht werden, hat sich das Restaurant Landgasthof Linde zur führenden Adresse der Zillertaler Wirtshauskultur entwickelt – ausgezeichnet von Gault&Millau und gekrönt als „Wirtshaus des Jahres 2020“.
Aus eigener Hand: Die Landwirtschaft der Linde
Wenn draußen das Zillertal in Gold und Rot leuchtet, kehrt drinnen in den Stuben, im Wintergarten und im Gewölbekeller mit seiner Vinothek herbstliche Fülle ein: Wild aus den heimischen Wäldern, kräftiges Wurzelgemüse, duftende Kräuter und Früchte aus der Landwirtschaft gleich nebenan. Dort wachsen Kälber, Lämmer, Schweine und Rinder artgerecht auf, genährt mit dem Besten der umliegenden Wiesen. Auch Eier, Honig und hausgemachte Marmeladen stammen direkt vom Hof.

Parkhotel Holzner: Wo Essen zum Erlebnis wird
Hoch über Bozen, auf 1.200 m Höhe am Rittner Hochplateau, thront das Parkhotel Holzner als Jugendstil-Juwel. Seit 1908 vereint es die Eleganz vergangener Zeiten mit dem Mut zur Moderne – ein Haus, in dem Architektur, Gastlichkeit und Kulinarik ein harmonisches Ganzes bilden.
Das Restaurant 1908 im Parkhotel Holzner
Das Restaurant 1908 ist das Herzstück des Hotels und eine Hommage an die Künstler des Jugendstils, die im Gründungsjahr des Hauses für eine neue Lebensart standen. „1908“ ist deshalb nicht nur eine Zahl, sondern eine Haltung: Neues im Alten, Neugier, Lebensfreude. Serviert wird in den Jugendstil-Sälen, wo funkelnde Kronleuchter und ornamentale Vasen aus Patronenhülsen von der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erzählen – stille Zeugen dafür, dass selbst aus einer grausamen Vergangenheit Neues und Schönes erwachsen kann. Im Sommer genießt man auf der Panoramaterrasse den Blick auf die Südtiroler Berge, während der Grüne Salon zu Kaffee oder Champagner einlädt.
Die historischen Gemäuer, modern ergänzt durch Architektur von Bergmeisterwolf, bilden den Rahmen für Stephan Zippls vielfach ausgezeichnete Küche. Ein Michelin-Stern und der Grüne Stern ehren seine Philosophie – regionale Produkte, eigene Handschrift, überraschende Kreationen. Seine Re:vier-Küche spielt mit süß, sauer, pikant und knusprig und macht jeden Gang zum Erlebnis für die Sinne.
Während das Abendrestaurant 1908 mit seinen mehrfach ausgezeichneten Menüs den Gourmetanspruch verkörpert, bietet das Bistro mittags mit leichteren Klassikern Abwechslung für weniger formelle Momente. Und auch für Kinder gibt es vom Frühstück bis zum eigenen Gourmet-Kindermenü alles, was das Herz begehrt – liebevoll und kindgerecht zubereitet. So wird Kulinarik im Holzner zu einem Erlebnis für die ganze Familie.
Die Neue Traditionsküche
Seit 2021 steht im Holzner eine bewusste Genusskultur im Mittelpunkt. Die Neue Traditionsküche setzt auf pflanzenbasierte, regionale und saisonale Zutaten, fördert biologische Landwirtschaft und verzichtet komplett auf Meeresfisch. Verarbeitet werden ausschließlich Produkte von kleinen Höfen aus der Umgebung – frisch, hochwertig und mit kurzen Wegen. Auch bei Getränken liegt der Fokus auf Südtiroler Herkunft, der Kaffee stammt aus nachhaltigem Anbau. Für das klare Bekenntnis zur heimischen Weinkultur erhielt das Hotel den Weinkulturpreis des Landes Südtirol.


Strasserwirt: Gemeinsam genießen
Die mehrfach ausgezeichnete Küche des Strasserwirts in Osttirol veredelt regionale Zutaten mit handwerklicher Perfektion zu leichten, kreativen Haubengerichten. Heimisches Gemüse, Kräuter aus dem historischen Garten, fangfrische Forellen und Saiblinge aus den eigenen Gewässern sowie Fleisch vom Dorfmetzger bilden das kulinarische Rückgrat – ehrlich, raffiniert und stets im Einklang mit den Jahreszeiten.
Gourmet-Kulinarik für Hotelgäste & externe Besucher
Schon der Tag im Strasserwirt beginnt genussvoll: Das reichhaltige Frühstücksbuffet verwöhnt mit hausgemachten Köstlichkeiten und regionalen Produkten. Am Nachmittag locken süße Versuchungen aus der Strasserwirt-Patisserie, im Winter begleitet von einer wärmenden Suppe aus dem Kupferkessel. Am Abend erwartet die Gäste ein feines Vier-Gang-Menü mit Wahlmöglichkeit, dazu hausgemachtes Brot vom Buffet und eine erlesene Auswahl an Weinen aus Österreich und Italien.
Und wenn draußen das Licht früher schwindet und der Herbst die Abende verlängert, entfaltet sich drinnen in den Gourmetstuben jene besondere Wärme, die den Strasserwirt so einzigartig macht. In der mit Zirbenholz getäfelten „Blauen Ofenstube“, der charmanten „Ambrosiusstube“ mit ihren smaragdgrünen Akzenten oder in der modernen „Stube 1399“, wo Geschichte und Zeitgeist auf eindrucksvolle Weise verschmelzen, findet jeder seinen Lieblingsplatz. Nicht nur Hotelgäste, auch Besucher von außerhalb sind eingeladen, das Frühstück oder ein stimmungsvolles Abendessen im Strasserwirt zu genießen.
Genuss als gemeinsames Erlebnis
Im Strasserwirt ist Kulinarik immer auch ein Miteinander. Wenn sich Gäste beim wöchentlichen „Get Together“ zu einem festlichen Sechs-Gänge-Menü versammeln oder bei Strasserwirt & FRIENDS im Sommer wie im Winter an der langen Tafel Platz nehmen, wird Essen zur Feier der Gemeinschaft. Es sind nicht nur die raffinierten Gerichte, die in Erinnerung bleiben, sondern jene Momente des Beisammenseins, in denen Genuss geteilt und Gastfreundschaft spürbar wird.

Der Herbst schenkt den Schlosshotels seine Fülle – und sie geben sie in unverwechselbarer Form zurück: als fein komponierte Gerichte, als Begegnungen in historischen Stuben, als gesellige Abende voller Gemeinschaft und Genuss. So wird Kulinarik hier zur Essenz der Jahreszeit – authentisch, raffiniert und unvergesslich.













