Kreuzgang im Weinkeller vom Schloss Gobelsburg mit grossen Holzweinfässern (c) Foto Michael Moosbrugger

Wein erleben

Wo man zum Lachen in den Keller geht

Zwischen Weinkeller, Heurigen und Herbstgenuss

In den Weingärten wird gelesen, in den Kellern verkostet, erzählt und gelacht. In den Stuben wird aufgetischt: frisches Brot, regionale Spezialitäten, Gerichte, die zum Wein gehören und den Herbst auf den Teller bringen. Manchmal führt der Weg zum Heurigen, manchmal tief hinunter in historische Gewölbe, manchmal hinaus zwischen die Reben oder an einen gedeckten Tisch im Schloss. Es ist die Zeit, in der Wein über das Glas hinausgeht: hin zu den Orten, wo er wächst, reift und zusammenbringt.

Fleischgericht auf einem weissen Teller, daneben ein Glas Rotwein und Besteck im Heurigenhof Bründlmayer (c) Foto Studio Pilens
Aufnahme des Innehofs vom Heurigenhof Bründlmayer mit gedecktem Tisch und einer Flasche Wein (c) Foto Ydo Sol Images

Weingut & Heurigenhof Bründlmayer: Heurigen mit Michelin-Stern

Rund um Langenlois ziehen sich die nachhaltig bewirtschafteten Lagen des Weinguts Bründlmayer über die sonnengewärmten Hügel des Kamptals. Heiße Tage, kühle Nächte und die geologische Vielfalt prägen hier vor allem Grünen Veltliner und Riesling, ergänzt durch Burgundersorten, Muskateller und ausgewählte Rotweine.

Im wunderbar erhaltenen Renaissance-Winzerhaus des Heurigenhofs Bründlmayer bleibt die Atmosphäre entspannt und ungezwungen – und doch merkt man schnell, dass hier kulinarisch weit mehr passiert. Die Küche ist modern, französisch inspiriert, präzise und seit März 2026 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Große Kochkunst also, aber in einem Haus, das seine Heurigenstimmung nicht verlernt hat. Dazu kommen aktuelle Weine und gereifte Jahrgänge glasweise auf den Tisch – zum Vergleichen, Entdecken und Weiterkosten.

Picknickkorb, Raritätenkeller und Geländewagentour


Warme Tage locken hinaus in die angrenzenden Weingartenzeilen. Bei „Bründlmayer im Weingarten“ warten bis Ende September gefüllte Picknickkörbe mit hausgemachter Jause, vegetarischen Spezialitäten oder dem legendären Backhendl, begleitet von Sekt und Wein aus der Vinothek. Noch tiefer ins Kamptal führt die Heiligenstein-Tour: Im Charme eines alten Geländewagens geht es vorbei an Weingärten und Kellergassen bis zu einem Aussichtspunkt am Heiligenstein. Geführte Verkostungen und ein Besuch im alten Raritätenkeller eröffnen weitere Einblicke in die Weinwelt des Hauses.

Verkosten. Genießen. Bleiben.


Drei stilvolle Gästezimmer verlängern den Heurigenbesuch bis in den nächsten Morgen. Dann wartet das Winzerfrühstück im Zimmer – liebevoll gedeckt, mit ofenfrischem Sauerteigbrot an der Tür.

Blick über die goldfarbenen Weingärten vom Schloss Gobelsburg (c) Foto Michael Moosbrugger
Barriquekeller mit Fässern rechts und links (c) Weingut Schloss Gobelsburg

Weingut Schloss Gobelsburg: 1171 beginnt die Reise

Das Weingut Schloss Gobelsburg in Niederösterreich zählt zu den ältesten Weingütern Österreichs. Seine Weinbaugeschichte reicht bis ins Jahr 1171 zurück, als Zisterziensermönche des Stiftes Zwettl erste Weingärten am Heiligenstein und Gaisberg erhielten. Bis heute prägt dieses Wissen den Blick auf Reben, Böden und Keller. In den historischen Lagen des Kamptals wachsen vor allem Grüner Veltliner und Riesling – und mit ihnen eine Weinkultur, die Herkunft, Handwerk und Geschichte spürbar macht.

Kreuzgangkeller, Verkostung und Pop-up-Heuriger

Wer Schloss Gobelsburg erleben möchte, geht am besten dorthin, wo die Weine reifen. Die Kellerbesichtigung führt durch alte Gewölbe bis in den Kreuzgangkeller, wo zisterziensische Bautradition und zeitgenössische Kellerarchitektur aufeinandertreffen. Danach wird verkostet: klassische Kamptaler, große Lagen, Weine mit Tiefe und Herkunft. Und für einen Moment wird spürbar, wie viel Zeit in einem Glas liegen kann.

An ausgewählten Tagen öffnet sich auch der historische Schlosshof für Genussmomente unter freiem Himmel. Beim Pop-up-Heurigen treffen die Weine des Hauses auf österreichische Heurigenstimmung, moderne Akzente und eine ungezwungene Atmosphäre zwischen alten Mauern. Musik, Kultur und ausgewählte Veranstaltungen beleben zusätzlich den Ort, ohne ihm seine Ruhe zu nehmen.

Schloss Kapfenstein im Herbst über den Weingärten thronend (c) Foto Familie Winkler-Hermaden
Ein Pärchen, das Hand in Hand durch die Weingärten vom Weingut Winkler-Hermaden schlendert (c) Foto Familie Winkler-Hermaden

Weingut Winkler-Hermaden / Schloss Kapfenstein: Nachhaltiger Genuss aus dem Vulkanland

Rund um Schloss Kapfenstein wachsen die Reben am Kapfensteiner Kogel und am Klöcher Hochwarth auf vulkanisch geprägten Böden. Die Familie Winkler-Hermaden bewirtschaftet hier 38 Hektar Weingärten von Hand, biologisch-regenerativ und mit viel Gespür für ein lebendiges Bodenleben. Zwischen Reben, Basalt und Tuff wird spürbar, wie eng diese Weine mit ihrer Landschaft verbunden sind. Blauer Zweigelt, Sauvignon Blanc und Gewürztraminer zählen zu den prägenden Sorten; dazu kommen pilzwiderstandsfähige PiWi-Sorten, die mit geringerem Pflanzenschutzaufwand eine nachhaltigere Bewirtschaftung unterstützen. „Ich bin mit ganzem Herzen Bio-Bauer“, sagt Georg Winkler-Hermaden. „Ich glaube, dass Bio-Wein in den nächsten zwanzig Jahren eine Selbstverständlichkeit werden wird.“

Zwischen Weingut, Schlosskogel und gedecktem Tisch


In den historischen Kellern des Weinguts Winkler-Hermaden lagern aktuelle Jahrgänge und gereifte Raritäten; im Drachen-, Löwen- und Langen-Keller wird Wein verarbeitet, ausgebaut und verkostet. Danach zieht es wieder hinaus ins Freie: Bis Ende Oktober gibt es Picknickkörbe mit regionalen Spezialitäten, vegetarischen Köstlichkeiten oder steirischem Backhendl – für genussvolle Stunden zwischen Weingärten und weitem Blick über das Vulkanland.

Schließlich führt der Weg hinauf ins Schloss Kapfenstein. Dort treffen die Weine der Familie auf kreativ-steirische Küche: im Herbst mit Eierschwammerln, Kürbis und Steinpilzen, im Oktober mit feinen Wildgerichten. Wein-, Kulinarik- und Kulturveranstaltungen setzen im Jahreslauf zusätzliche Akzente. Was bleibt, ist dieser unverkennbare Geschmack des Vulkanlands: gewachsen auf Tuffgestein, gereift im Keller, weitergetragen bis zum gedeckten Tisch im Schloss.

Blick über die Weingärten zum Schloss Englar, rechts im Bild die Schlosskapelle (c) Foto Schloss Englar

Weingut Schloss Englar: Still genießen an der Südtiroler Weinstraße

Zwischen Weinbergen und Obstgärten liegt Schloss Englar bei Eppan in Südtirol – ein gotisches Anwesen mit eigenem Weingut, Gutshof, einer Schlosskapelle und acht individuell eingerichteten Zimmern. Die Trauben stammen aus den biologisch bewirtschafteten Lagen rund um das Schloss, werden von Hand gelesen und im unterirdischen Keller direkt am Gut verarbeitet. Wer den Wein noch näher kennenlernen möchte, besucht den Keller nach Voranmeldung und verkostet die Schlossweine in historischer Atmosphäre.

Zwischen Törggelen und Schlossruhe


Ein eigenes Restaurant führt Schloss Englar nicht. Stattdessen öffnet sich rund um Eppan an der Südtiroler Weinstraße eine Genusslandschaft aus Gasthäusern, Buschenschänken und feiner Gastronomie – von bodenständiger Südtiroler Küche bis zum besonderen Abendessen. Gerade im Herbst gehören dazu jene Orte, an denen Törggelen, junger Wein und saisonale Gerichte die Region von ihrer genussvollsten Seite zeigen.

Danach geht es wieder zurück zum Schloss. Dorthin, wo der Wein nicht laut inszeniert wird, sondern still genossen werden darf. Persönlich. Nah am Gut. In einem Haus, in dem Weinbau, Geschichte und Gastlichkeit eng zusammengehören.

Weinkeller vom Weingut Schloss Englar (c) Foto Arno Gerd Ebner

Wein erzählt. Von Händen, die mit Sorgfalt lesen. Von Sonne und Regen, von Sturm und Stille. Von Erde, die trägt, und von Geduld, die reifen lässt. Er erzählt von Orten voller Geschichte – und von Menschen, die sie weiterschreiben. In den Schlosshotels & Herrenhäusern bekommen diese Erzählungen Raum: tief im Keller, lebendig im Glas, gemeinsam am Tisch.

Newsletter

In Verbindung bleiben, Charakter erleben.

Pflichtfeld

Unsere Partner

Schloss buchen