Burg Bernstein mit einer weitläufigen Wiese im Vordergrund (c) Foto Archiv Almásy

Versteckt im Grünen

5 Hideaways für den Frühling

Wo die Stille wohnt.

Hier, wo die Natur das Schloss umarmt. Wo die Stille wohnt. Wo die Hektik des Alltags für einen Moment in den Hintergrund tritt und der Frühling ganz leise seinen Einzug hält.

Ob auf Burg Bernstein, verborgen in den sanften Hügeln des Südburgenlands, in der Schlossmühle Glottertal, tief im Herzen des Schwarzwalds, im Landhaus Koller am Fuße des Dachsteins, auf Schloss Kapfenstein, das majestätisch über dem steirischen Vulkanland thront, oder auf Schloss Englar, einem spätgotischen Juwel inmitten der malerischen Südtiroler Weinberge  diese fünf Hideaways sind mehr als nur Rückzugsorte. Sie sind stille Beobachter des Frühlings. Orte, die dazu einladen, langsamer zu werden. Die Stille bewusst wahrzunehmen. Und den Frühling in seiner reinsten Form zu erleben.

Burg Bernstein im Abendlicht auf einem bewaldeten Hügel thronend, mit weidenden Hochlandrindern im Vordergrund auf einer weitläufigen Wiese (c) Foto Matthias Kronfuss
Ausschnitt der Burg Bernstein mit üppiger Bepflanzung und unterschiedlichen Blumen im Vordergrund (c) Foto Schlosshotels & Herrenhäuser, Cornelius Klimt

Burg Bernstein: Zwischen Hügeln und Geschichten

„Jedes Stück Holz, jeder Stein, jeder Ziegel erzählt eine Geschichte, gealtert und gereift über Jahrhunderte. Und davon geht eine Ruhe aus, die man nur schwer in Worten beschreiben kann.“ – Erasmus Almásy, Gastgeber der Burg Bernstein.

Hoch über den sanften Hügeln des Südburgenlands liegt Burg Bernstein – in abgeschiedener Lage, umgeben von Wäldern und Gärten, mit weiter Aussicht über die Landschaft. Rund um die Burg öffnen sich immer wieder kleine Rückzugsorte: versteckte Plätze zwischen alten Bäumen, ein Korbsessel in den Ästen einer über Jahrhunderte gewachsenen Kastanie, stille Winkel mit Blick in die Weite. Im revitalisierten Glashaus wächst, was später auf dem Tisch landet. Es wird geerntet, gerührt, verkostet. Man isst draußen, pflückt selbst, lässt sich Zeit.

800 Jahre Geschichte. Und tausende Geschichten.


Das Haus selbst erzählt eine lange Geschichte und umfasst heute neun liebevoll restaurierte Gästezimmer. Fernseher sucht man hier bewusst vergeblich. Stattdessen knarrende Böden, alte Mauern und Kerzenlicht. Doch sind es vor allem die unzähligen Geschichten, die Burg Bernstein so besonders machen. Hier wurde geliebt, verhandelt, gefeiert, gestritten. Entscheidungen nahmen ihren Anfang, Feste fanden ihren Höhepunkt, Abschiede ihren stillen Moment. Man bewegt sich durch die Räume, entdeckt, bleibt ein wenig – und merkt, wie man ganz selbstverständlich Teil davon wird. Eine Ruhe, die sich einstellt, während man aus dem eigenen Alltag für eine Weile entflieht.

Schlossmühle Glottertal: Schwarzwälder Idylle mit Charakter

Tief im Herzen des Schwarzwaldes, an den Ufern eines kleinen Flusses, liegt die Schlossmühle Glottertal – ein Boutiquehotel mit 900 Jahren Geschichte. Einst eine Mühle, heute ein Refugium für stilvolle Entschleunigung, vereint das Haus charmant sein historisches Erbe mit zeitgemäßem Design. Gastgeber Hansjörg Gutmann führt die Schlossmühle in vierter Generation mit viel Gespür für Tradition, Ästhetik und Liebe zum Detail.

Natur erleben im Glottertal


Der Frühling im Glottertal ist ein Fest für die Sinne. Direkt vor der Tür beginnt das Wanderparadies des Südschwarzwalds, wo sich die Wege durch lichte Wälder und über sonnige Kuppen schlängeln. Die ersten Knospen brechen auf, der Duft von frischer Erde mischt sich mit dem zarten Grün der Weinberge, die aus ihrem Winterschlaf erwachen. Ein Spaziergang entlang der Glotter oder durch die umliegenden Rebhänge macht die Schönheit der Jahreszeit spürbar. Und wer sich weiter auf Entdeckungsreise begibt, kann Freiburg, das Elsass oder sogar die Schweizer Alpen in einem Tagesausflug erkunden.

Der Morgen macht den Tag: Frühstücken in der Schlossmühle


Ebenso schön wie das Erkunden ist das Innehalten. In der Schlossmühle Glottertal wird das Frühstück nicht einfach serviert – es wird zelebriert. Bis 11 Uhr genießt man ausgewählte Köstlichkeiten in stilvollem Ambiente: im blauen Wohnzimmer, in der behaglichen Stube mit Baldachin oder im legendären Esszimmer mit der roten Tafel. Und wenn die Morgensonne den idyllischen Garten in goldenes Licht taucht, wird das Frühstück unter freiem Himmel wohl zum schönsten Start in den Tag – ein Moment der vollkommenen Ruhe und des Genusses, ganz im Rhythmus des Frühlings.

Landhaus Koller mit seinem Pool und Liegeplätzen (c) Foto Landhaus Koller

Landhaus Koller: Zwischen Gründerzeitvilla und Almhütte

Abseits der bekannten Wege, eingebettet in ein grünes Hochplateau im Gosautal, liegt das Landhaus Koller. Eine Gründerzeit-Villa von 1850, einst Sommerfrische für einen Brauunternehmer, heute ein Refugium für alle, die statt „mehr“ wieder „genug“ spüren wollen. Umgeben von Park, Wald und Wiese öffnet sich der Blick in alle Richtungen: vom Gosaukamm bis zum Kalmberg, vom Dachsteinmassiv bis hin zum Plassen. Selbst Hallstatt, der malerische Salinenort und UNESCO-Weltkulturerbe, liegt ganz in der Nähe.

Im Haus und darüber hinaus


Wer das Haus betritt, spürt schnell, dass hier ein anderes Tempo gilt. Es gibt keinen Lift – aber 19 Zimmer mit Geschichte, liebevoll restauriert und voller authentischer Details. Große Fenster holen die Landschaft nach innen, die Südausrichtung des Hauses bringt ganztägig Licht. Draußen fängt der beheizte Pool erste Sonnenstunden ein, drinnen sorgen Sauna, Dampfbad und Infrarotkabine für ruhige Momente. Alte Saumpfade, Wanderwege und Forststraßen beginnen direkt vor der Tür, und führen durch dichte Wälder bis hinauf in die alpine Landschaft des Dachsteinmassivs.

Noch ein Stück weiter draußen: Auszeit auf der Rinnbergalm


Wem das noch nicht abgeschieden genug ist, der zieht sich auf die Rinnbergalm zurück: Eine rustikale Hütte auf 1.350 Metern Höhe, erreichbar nur über eine kurvenreiche Schotterstraße. Ohne WLAN, aber mit Holzofen, Solarstrom und viel Sternenhimmel. Gerade im Frühling, wenn die Landschaft langsam erwacht, entsteht hier eine besondere Form von Ruhe – reduziert auf das Wesentliche und weit entfernt vom Alltag.

Schloss Kapfenstein: Über den Dächern des Steirischen Vulkanlands

Auf einem erloschenen Vulkan hoch über den Weinbergen der Steiermark thront Schloss Kapfenstein – ein Haus voller Geschichten und mit einer atemberaubenden Aussicht über das steirische Vulkanland.

Seit Generationen wird das Schloss von der Familie Winkler-Hermaden geführt, die nicht nur für ihre herzliche Gastfreundschaft, sondern auch für ihr hervorragendes Weingut bekannt ist. Hier entstehen Weine, die mehr sind als ein Ausdruck der Landschaft. Sie erzählen von einer jahrhundertealten Tradition, von der Sorgfalt des Winzers und von einem tiefen Respekt für die Natur. Mit biologischer Bewirtschaftung und einem feinen Gespür für die Eigenheiten des Terroirs reifen hier edle Tropfen heran, die den Geist von Schloss Kapfenstein in jeder Nuance bewahren.

Picknick zwischen Reben und Weitblick


Wenn der Frühling das steirische Vulkanland erweckt, sind es die Weinberge, die als erstes ihr zartes Grün zeigen. Ein Highlight ist das Picknick im Weingarten, das von Mitte April bis Ende Oktober angeboten wird. Mit einem Korb voller regionaler Köstlichkeiten sowie einer Flasche hauseigenen Weins können Gäste an den malerischen Aussichtsplätzen des Kapfensteiner Kogels die Ruhe genießen und dem Frühling zusehen, wie er sich über die Landschaft legt.

Aktiv in den Frühling


Die Umgebung von Schloss Kapfenstein entfaltet im Frühling ihren ganz besonderen Reiz. Ob Wanderungen durch die blühenden Weinberge, Radtouren entlang der malerischen Weinstraßen oder Ausflüge zu historischen Burgen und idyllischen Dörfern – die erwachende Natur bietet den perfekten Rahmen für genussvolle Entdeckungen.

Schloss Englar: Gotischer Charme zwischen Weinbergen und Gärten

Hoch über dem Tal, eingebettet in sanfte Rebhänge und blühende Obstgärten, thront Schloss Englar – ein Juwel der Südtiroler Spätgotik, das seit fast 400 Jahren im Besitz der Familie Khuen-Belasi ist. Hier, wo Geschichte und Natur in vollkommener Harmonie verschmelzen, erwartet die Gäste ein Refugium voller Authentizität und zeitloser Eleganz.

Frühling in den Weinbergen – wenn die Reben erwachen


Wenn der Frühling über das Überetsch zieht beginnt in den Weinbergen von Schloss Englar ein neues Kapitel. Die Reben erwachen aus ihrem Winterschlaf und legen den Grundstein für den neuen Jahrgang. Erste Knospen sprießen und die hügeligen Weingärten erstrahlen in frischem Grün. Gäste können die Weinberge im Frühling in ihrer lebendigsten Phase erleben, den Winzern bei der Arbeit zusehen, an Verkostungen teilnehmen und mehr über die biologische Bewirtschaftung des hauseigenen Weinguts erfahren. Die Weine von Schloss Englar, die nach biologischen Prinzipien erzeugt werden, spiegeln die Charakteristik der Region wider – ob ein frischer Sauvignon Blanc oder ein eleganter Blauburgunder, jeder Tropfen erzählt von der Kraft der Natur und dem besonderen Terroir Südtirols.

Zwischen Kultur und Natur


Nicht nur die Reben treiben aus, auch die umliegende Natur erwacht zu neuem Leben: Apfelbäume stehen in voller Blüte, Wildblumen setzen farbenfrohe Akzente in den Wiesen und die warmen Sonnenstrahlen hüllen das Schloss in goldenes Licht. Schloss Englar ist der ideale Ausgangspunkt für Frühlingswanderungen durch das sanft geschwungene Weinanbaugebiet oder Ausflüge zu den nahegelegenen Montiggler Seen, deren Wasser in der Frühjahrssonne glitzert. Wer lieber verweilt, lässt sich im schattigen Innenhof unter den alten Zedern nieder oder taucht im historischen Rittersaal in die bewegte Geschichte des Hauses ein.

Zwischen alten Mauern und blühenden Gärten, sanften Hügeln und weiten Weinbergen: Fünf Hideaways, fünf Orte – und unzählige Möglichkeiten, den Frühling in seiner reinsten Form zu genießen.

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