So hoch wie herrschaftlich fühlt sich der Hotelgast angesichts der überwältigenden Aussicht, die sich vom Kapfensteiner Schlossberg übers gesamte steirische Weinland erschließt.
Schon 1065 wurde hier eine Bergfestung gegen asiatische Reiterheere errichtet. Spätestens seit die nach dem Geschlecht der Caphensteiner benannte Feste Ende des 19. Jahrhunderts in den Besitz der alteingesessenen steirischen Patrizierfamilie Winkler-Hermaden geriet, ist es um die romantische Ritterburg allerdings zunehmend friedlicher geworden.
15 gediegen eingerichtete Gästezimmer, darunter ein Fürsten-, ein Burghof- und ein Dichterzimmer, laden nicht nur jung verliebte Hochzeiter, sondern Geniesser jeden Alters zum Erwachen mit Weinlandpanorama und zum längeren Verweilen im „Steirischen Himmelreich“ ein.
Bei aller historischen Würde und ortsbedingter Noblesse wird von den Schlossherren Fam. Winkler-Hermaden hauptsächlich Gutbürgerlich-Bodenständiges aufgetischt. Vor allem die hervorragenden Produkte der Region spielen bei Gerichten wie Kürbiscremesuppe, Beiried vom Steirischen Jungrind, Bauernlammschlögel oder Kapfensteiner Kürbiskernknödeln auf Hollersauce eine besonders wohlschmeckende Rolle.
Den dazu servierten Weinen aus dem mittelalterlichen „Löwenkeller“ des Familienweinguts von Georg und Margot Winkler-Hermaden kann (und will) man die aristokratische Noblesse indessen keineswegs absprechen.
Die Abhänge des erloschenen Vulkankegels gehören heute zu den besten Weinlagen der Steiermark. Der nach dem grünen Kristallgestein des Vulkanfelsens benannte Zweigelt „Olivin“ ist nicht nur der erste große Rotwein des Bundeslandes gewesen, sondern bis heute auch einer der besten Österreichs geblieben. An Möglichkeiten, eines oder mehrere Gläschen davon in den Gewölben oder auf der Terrasse von Kapfenstein zu verkosten, herrscht wahrlich kein Mangel.
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